Erkundungstour über den Hamburger Kiez
In Deutschland gibt es viele schöne Städte, aber keine ist so schön wie Hamburg, das sagen zumindest die Hanseaten selbst. Die Touristen, die nach Hamburg kommen wollen sich selbst einen Eindruck von der Stadt an der Elbe machen und zu einem Trip nach Hamburg gehört nun mal auch ein Besuch der Reeperbahn auf St. Pauli. Sowohl die Straße, als auch der gesamte Kiez stehen für wildes Nachtleben und das blühende Rotlichtmillieu und weil mal sich in Hamburg über die Faszination, die vom Kiez ausgeht bewusst ist, werden seit einigen Jahren Touristen-Führungen durch das Viertel angeboten.
Bei diesen Führungen geht es natürlich ganz gesittet zu und die Gruppen, zumindest der männliche Teil wird über die Herbertstraße geführt und kann sich einen Einblick in eine der berühmtesten Gassen der Welt verschaffen. Bereits seit dem 19. Jahrhundert arbeiten die Nutten Hamburg in der Herbertstraße und nutzen den Weg zur Prostitution. Frauen und Jugendliche unter 18 Jahren werden auf der Herbertstraße nicht gern gesehen und um dies zu verdeutlichen sind an den Barrieren, die zu beiden Enden der Straße angebracht sind, Schilder mit der Aufschrift „Zutritt für Jugendliche unter 18 Jahren und Frauen verboten“ in den 1970er Jahren von der Polizei montiert worden. Nach dem Gesetz ist die Herbertstraße allerdings ein öffentlicher Weg, der von jedem betreten werden darf.
Sexshops und Kneipen für harte Kerle
Abgesehen von der Herbertstraße gibt es auf dem Hamburger Kiez aber noch vieles mehr zu entdecken, wie die zahlreichen Sexshops auf der Reeperbahn. Für alle, die sich auf dem Gebiet der Spielzeuge für Erwachsene nicht so gut aus kannten gibt es viele lehrreiche Lektionen, denn man findet da wirklich alles was das Erotik-Herz begehrt. Was aber noch viel interessanter als die Spielzeuggeschäfte ist, sind die Geschichten aus Zeiten, in denen es auf St.Pauli noch weit härter zuging und Messerstechereien an der Tagesordnung waren. Die Guides glänzen mit ihrem ausführlichen Wissen über die Unterwelt und die Touristen hören aufmerksam zu, denn die Geschichten sind spannender als so mancher Hollywood-Thriller.
Eine Station, die bei jeder guten Kiez-Tour angelaufen wird ist die „Ritze“, die gerne auch als Mutter aller Kneipen bezeichnet wird. An der Reeperbahn 140 findet sich dieses Etablissement, das seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat. Die weit gespreitzten und leicht bekleideten Damenbeine markieren den Eingang der „Ritze“, in der über den Tischen tagein, tagaus nicht-jugendfreie Filme aus vergangenen Jahren laufen. In dieser Kneipe treffen sich also die „Harten“ und im dazugehörigen Boxkeller trainieren sie, seit mittlerweile über 20 Jahren, so lange ist es nämlich her, dass der Besitzer die alte Parkgarage unter der „Ritze“ in einen Trainingsraum umbauen ließ. Am Ende der Tour werden noch Fotos auf dem Beatlesplatz geschossen, denn auch der gehört seit 1 ½ Jahren genauso zum Kiez wie das Rotlichmillieu und die Touristen. Genauso so eine Tour lässt sich natürlich auch gut auf dem Berliner Kiez machen, wo man den Nutten in Berlin begegnen kann.
man sollte die Leute nicht nach ihren Meinungen beurteilen
Ich habe ja nichts gegen den Kiez als ganzes man kann da wirklich gut Party machen und auch die Strippteasebars finde ich als Frau gar nicht so tragisch, aber wenn ich an die Typen denke die sich in der Herbertstr. herumtreiben muss ich schon gestehen, dass ich ein trauriges Bild der Gesellschaft entwickle. Sowohl die Frauen als auch die Männer dort sind eigentlich nur zu bemitleiden. Auch wenn einige sicher nciht ins Klischee passen, aber es muss eben jeder selber wissen.