Liebe und Sexualität im Alter

Es gibt keinen Grund, um im höheren Alter auf ein aktives Liebesleben verzichten zu müssen . Denn auch wenn sich in der zweiten Lebenshälfte die Sexualität verändert, hat sie für die meisten älteren Menschen noch immer einen hohen Stellenwert. Allerdings sollten sich die Betroffenen mit den Veränderungen ihres Liebeslebens auseinandersetzten und Probleme offen thematisieren.

Auch wenn es sich die Mehrzahl der jüngeren Menschen nicht recht vorstellen kann oder möchte – viele Senioren wollen auch im hohen Alter nicht auf Sexualität verzichten. Egal ob in langjähriger Ehe oder wie in “Wolke 9” thematisiert in einer neuen Partnerschaft – Sex spielt für die meisten Menschen auch in der zweiten Lebenshälfte noch ein wichtige Rolle. Jedoch verändert sich die Sexualität eines Menschen im Laufe seines Lebens und verläuft gerade in der zweiten Lebenshälfte nicht immer frei von Problemen.

Mögliche Veränderungen im Liebesleben

Im Allgemeinen verringert sich im Alter vor allem die Häufigkeit der sexuellen Kontakte. Das bedeutet jedoch nicht, dass in der zweiten Lebenshälfte auch das Bedürfnis nach Intimität und körperlicher Nähe nachlässt. Vor allem ältere Frauen sind häufig noch lange nach den Wechseljahren sexuell erregbar. Die Herren der Schöpfung sind hingegen etwas häufiger von den hormonellen und körperlichen Veränderungen im Seniorenalter betroffen und so läuft die Erregung bei ihnen mit zunehmendem Alter langsamer ab. Errektionsprobleme sind im Seniorenalter zwar keine Seltenheit, jedoch noch lange kein Grund zur Enthaltsamkeit. Denn die medizinischen Möglichkeiten zur Erhaltung und Wiederherstellung der Errektionsfähigkeit bis ins hohe Alter sind heutzutage vielfältiger denn je. Oftmals kann bereits ein kurzes Gespräch mit dem Arzt dafür sorgen, dass körperliche Einschränkungen wie Errektionsstörungen erfolgreich behandelt werden können.

Weitere Störfaktoren, die die Sexualität im Alter negativ beeinflussen können, sind vor allem körperliche Erkrankungen und allgemeine “Altersgebrechen” wie Rheuma, Bluthochdruck oder mangelnde Beweglichkeit. Auch hier können medizinische Behandlungen Abhilfe schaffen und die Lust neu beleben.

Darüber reden

Sexualität im Alter gilt in unserer Gesellschaft noch immer als ein Tabu-Thema, das mit einer ganzen Reihe von Vorurteilen behaftet ist. Zudem ist die heutige Generation alter Menschen in ihrer Jugend unzureichend aufgeklärt worden und wuchs mit religiösen und moralischen Ansichten auf, die einen freien und offenen Umgang mit Sexualität erschweren. So glauben viele der heutigen Senioren, dass sexuelle Funktionsstörungen in der zweiten Lebenshälfte völlig normal seien und akzeptiert werden müssten. Doch dem ist nicht so. Ein erfülltes Liebesleben im Alter hängt stark davon ab, wie man selbst mit den eigenen körperlichen Veränderungen umgeht. Zudem sollte man sich von der Vorstellung lösen, dass im Alter alles noch immer genauso klappen muss wie früher.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 11. Februar 2011 um 12:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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