Pornografie im Netz

In der Welt des World Wide Web kann man so ziemlich alles finden und viele Branchen wurden durch das Internet revolutioniert, wie zum Beispiel die Erotikbranche. Im Internet kann man zu diesem Thema Millionen Seiten finden, für die Nutzer wurde der Zugang zu erotischem und pornographischen Material also extrem erleichtert, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt.

Ein großer Vorteil, für diejenigen, die nicht gerne in Sexshops gehen und sich dort Filme kaufen, ist dass man nicht mehr das Haus verlassen muss, wenn man sich erotische Filme anschauen möchte. Besonders beliebt ist die Porn Amateur Cam , vor der sich vorwiegend Damen live entkleiden und ihren Zuschauern eine kleine Show bieten. Meistens müssen die Nutzer für diese Live Cams Geld zahlen, es gibt aber mittlerweile sicherlich auch für Live Cams Flatrates, so wie für vieles andere auch.

Kostenlose Seiten boomen

Es gibt aber auch diverse Seiten, auf denen das Erotik-Material frei zugänglich ist, womit wir auch schon bei den Nachteilen wären. Natürlich ist es für die Nutzer ein klarer Vorteil, wenn sie für jede Menge Filme nichts zahlen müssen und auch nicht unbedingt Mitglied werden müssen, allerdings ist das Material der „Erwachsenen-Filme“ dann auch für Augen zugänglich, für die es eigentlich nicht bestimmt ist. Oftmals sind die kostenlosen Seiten nicht mal geschützt, oder der Nutzer muss nur angeben, dass er oder sie bereits volljährig ist, überprüft wird das nicht und so können auch Kinder an das Material gelangen. Für Eltern ist es daher sehr wichtig immer zu kontrollieren, was die Sprösslinge im Internet treiben, denn gerade weil es im Internet alles gibt ist es auch so gefährlich für Kinder.

Die Betreiber von seriösen Seiten sind sich dessen bewusst und schützen ihre Seiten und die erotischen Filme und Bilder, um sicher zu stellen, dass Unbefugte keinen Zugriff darauf haben.

Neben den Filmen und Live-Übertragungen nutzt die Erotik-Branche das Internet auch zum Vertrieb von Filmen und Spielzeug.

Zensur im Internet

Mit der Zensur haben die Seiten mit pornographischen Inhalten immer wieder zu kämpfen. In der Vergangenheit gab es davon einige Fälle. Anfang der Neunziger Jahre warf die feministische Frauenzeitschrift Emma den männlichen Professoren und Studenten vor, die Computertechnik der Unis zu nutzen um sich pornographisches Material anzusehen. Aus diesen kritischen Vorwürfen wurde ein regelrechter „Porno-Skandal“, an dem auch andere Medien beteiligt waren. Daraufhin ließ man bestimmte Seiten sperren, die zuvor noch frei zugänglich für die Nutzer der Universitätsserver waren.

Vor drei Jahren sperrte der Internetzugangsanbieter Arcor den Zugriff auf Seiten, auf denen das pornographische Material frei zugänglich ist, wie beispielsweise Youporn, für seine 2,4 Millionen Kunden. Die Sperrung der Seiten wurde allerdings nach kurzer Zeit wieder aufgehoben, da sich herausstellte, dass durch die Sperrung der pornographischen Seiten auch viele andere Seiten plötzlich gesperrt waren, auf denen kein pornographisches Material zu finden ist.

Neben den „Pornoseiten“ sind aber auch die Gewaltseiten schon öfters ins Visier der Zensur geraten. Zuletzt wollte Bildungsministerin Annette Schavan die Gewaltseiten sperren lassen um die Jugend davor zu schützen. Gleichzeitig verfolgt Schavan das Ziel, mit der Sperrung von Seiten, auf denen Gewaltelemente zu finden sind, eine eventuelle Ursache von Amokläufen einzudämmen.

Neben pornographischen Seiten und Gewaltseiten haben vor allem die Seiten mit rechtsextremen Inhalten in Deutschland einen schweren Stand, so forderte der Regierungspräsident Jürgen Büssow des Regierungsbezirks Düsseldorf im Jahr 2001 die Internet-Provider auf Seiten mit rechtsextremen Inhalten zu sperren, andernfalls sollte ein Bußgeld verhängt werden. Die Seite eines rechtsextremen und Holocaust leugnenden Amerikaners ist in Düsseldorf und teilen Nordrhein-Westfalens nach wie vor gesperrt und für die Internetnutzer nicht zugänglich. Das Internet bietet also viele Möglichkeiten und Fans von Porno und Erotik kommen so voll auf ihre Kosten und müssen nicht mehr den Erotik-Shop aufsuchen, denn im Internet findet man wirklich alles.